Wer nach einer langen Fahrt oder einer ausgiebigen Wanderung vor dem Camper entspannen möchte, braucht bequeme und robuste Campingstühle. Das Angebot auf dem Markt ist riesig und reicht vom ultraleichten Faltstuhl für den Rucksack bis hin zum luxuriösen Hochlehner mit stufenloser Liegefunktion. Da der Stauraum und die Zuladung im Wohnmobil oder Kastenwagen jedoch begrenzt sind, muss die Wahl des passenden Stuhls gut überlegt sein.
In diesem Ratgeber vergleichen wir die drei gängigsten Bauformen – Faltstühle, Klappstühle (Hochlehner) und Regiestühle – hinsichtlich Komfort, Packmaß, Gewicht und Haltbarkeit!
1. Der Klappstuhl (Hochlehner) – Maximaler Komfort für Genießer
Klappstühle werden einmal in der Mitte zusammengeklappt. Sie verfügen meist über eine hohe Rückenlehne, die sich mehrstufig verstellen lässt.
Vorteile:
- Höchster Sitz- und Liegekomfort: Durch die verstellbare Lehne kannst du aufrecht am Tisch essen oder dich entspannt zum Sonnenbaden zurücklehnen.
- Ergonomische Haltung: Bietet eine stabile Sitzposition und gute Unterstützung für den Rücken.
- Erweiterbar: Lässt sich oft mit passenden Fußauflagen zu einer vollwertigen Sonnenliege aufrüsten.
Nachteile:
- Sperriges Packmaß: Klappstühle sind flach, behalten aber ihre volle Höhe und Breite. Das erfordert eine ausreichend große Heckgarage oder Platz auf dem Heckbett.
- Höheres Gewicht: Wiegen meist zwischen 4 kg und 6 kg pro Stuhl.
2. Der Faltstuhl – Das kompakte Raumwunder
Faltstühle werden scherenartig von allen Seiten zusammengezogen und in einer stabförmigen Packtasche verstaut.
Vorteile:
- Extrem kleines Packmaß: Lässt sich kompakt zusammenrollen und findet selbst in kleinen Staufächern oder im Pkw-Kofferraum problemlos Platz.
- Geringes Gewicht: Viele Modelle wiegen unter 3 kg, moderne Ultraleicht-Varianten sogar unter 1 kg.
- Schneller Aufbau: Einfach auseinanderziehen und hinsetzen.
Nachteile:
- Feste Sitzposition: Die Rückenlehne lässt sich in der Regel nicht verstellen.
- Sinkt leicht ein: Die Scherenbeine neigen auf weichem Wiesen- oder Sandboden zum Einsinken (Sonderfüße empfohlen).
- Weniger Ergonomie: Bietet bei längerem Sitzen meist weniger Halt für die Lendenwirbelsäule.
3. Der Regiestuhl – Der klassische Allrounder am Tisch
Der Regiestuhl klappt seitlich zusammen und bietet eine feste, aufrechte Sitzposition.
Vorteile:
- Perfekt zum Essen & Arbeiten: Durch die stabile, aufrechte Haltung sitzt man ideal an jedem Camping-Tisch.
- Integrierte Seitentische: Viele Modelle bieten praktische, ausklappbare Ablagen mit Getränkehaltern.
- Kompakte Tiefe: Flaches Packmaß im zusammengeklappten Zustand.
Nachteile:
- Keine Entspannungsposition: Nicht zum Anlehnen oder Schlummern geeignet.
- Feste Armlehnen: Durch die starre Bauweise lässt sich die Sitzbreite nicht anpassen.
4. Direkter Vergleich der drei Stuhltypen
- Klappstuhl (Hochlehner): Sehr hoher Komfort, verstellbare Lehne, hohes Gewicht (4–6 kg), großes Packmaß (flach, aber lang).
- Faltstuhl: Mittlerer Komfort, feste Lehne, sehr geringes Gewicht (1–3 kg), minimales Packmaß (stabförmig).
- Regiestuhl: Hoher Tischkomfort, feste Lehne, mittleres Gewicht (3–4 kg), kompaktes Packmaß (flach & quadratisch).
Fazit: Welcher Stuhl passt zu deinem Camper?
- Wähle den Klappstuhl (Hochlehner), wenn du ein Wohnmobil mit großer Heckgarage fährst, Wert auf maximalen Komfort beim Lesen und Entspannen legst und die Zuladung kein Problem darstellt.
- Wähle den Faltstuhl, wenn du einen Kastenwagen, Mini-Camper oder ein Dachzelt nutzt, wo jeder Zentimeter Stauraum zählt.
- Wähle den Regiestuhl, wenn du hauptsächlich am Tisch isst, spielst oder am Laptop arbeitest und eine stabile Sitzgelegenheit suchst.
Alle Angaben ohne Gewähr.